Pflanzflächenpflege

Damit Ihre Pflanzen ihre volle Pracht und Schönheit entwickeln, und diese auch dauerhaft erhalten bleibt,
müssen Pflegemaßnahmen fachgerecht und regelmäßig durchgeführt werden.

Dazu zählen Bewässern, Düngen, Unkraut jäten, mulchen und die allgemeine Pflege der Pflanzen.

Bewässern – besser durchdringend, als täglich!

Frisch gepflanzte Bäume, Gehölze und Stauden haben noch kein ausreichendes Wurzelwerk ausgebildet, um das nötige Wasser aus tieferen Bodenschichten erschließen zu können. Darum ist die Pflanze in der Anwachsphase auf regelmäßige Wassergaben angewiesen. Es ist besser die Pflanzen durchdringend bis in eine Tiefe von etwa 30 cm zu bewässern, dafür aber nur 2-3x pro Woche, als täglich nur geringe Wassermengen. Bei voller Sonneneinstrahlung ist Bewässerung zu vermeiden. Besser ist es am frühen Morgen oder am Abend. Der Wasserbedarf ist naturgemäß sehr stark von den Bodenverhältnissen und der Zusammensetzung der Pflanzung abhängig.

So benötigen sandige Böden mit großen Pflanzen mehr Wasser als lehmige Böden und kleine Pflanzen. Immergrüne Pflanzen wie z.B.

  • Koniferen,
  • Rhododendren,
  • Buchs
  • usw.

benötigen auch im Winter regelmäßige Bewässerung.

Bei der Bemessung der auszubringenden Wassermengen sind die natürlichen Niederschläge zu berücksichtigen. Die nachfolgend dargestellte Empfehlung, ist als Richtwert pro Bewässerungsgang zu verstehen:

  • Staudenflächen 10 ltr./m2
  • Gehölzflächen 10-20 ltr./m2
  • Baum je nach Größe 50-100 ltr./Baum

Eingerollte, schlappe Blätter oder gar vorzeitiger Laubfall sind deutliche Zeichen von Wassermangel.

Richtig Düngen

Nur optimal mit Nährstoff versorgte Pflanzen, können ihre volle Pracht und Schönheit entfalten.
Daher ist jährlich eine fachgerechte Düngung durchzuführen. Es eignen sich hierzu organisch-mineralische NPK-Langzeitdünger,
die die Pflanzen mit den wichtigsten Grundnährstoffen Stickstoff (N), Phosphor (P) und Kalium (K) versorgen.

Es ist eine Frühjahrsdüngung im März/April und eine Sommerdüngung im Juni/Juli durchzuführen.

Ab August darf nicht mehr gedüngt werden, damit die Pflanzen vor dem Winter genügend Zeit haben auszureifen.

Die Aufwandmenge ist abhängig von der Zusammensetzung des Düngers und der Art der Bepflanzung. Der ausgebrachte Dünger ist oberflächig leicht einzuarbeiten.

Mulchen der Pflanzfläche

Die bei den Pflanzarbeiten ausgebrachte 5-8 cm starke Mulchschicht aus Rindenmulch oder Rindenhumus muss bei Bedarf überarbeitet und ergänzt werden.
Dabei dürfen oberirdische Pflanzenteile nicht bedeckt werden. Durch das Abdecken der Pflanzflächen mit Mulchmaterial werden aus Nachbarflächen eingetragene Unkrautkeimlinge am Keimen gehindert und so unerwünschtem Aufwuchs entgegengewirkt. In der Vegetationsschicht vorhandene Wurzelunkräuter werden davon allerdings nicht am Aufwuchs gehindert. Weiter fördert die Mulchschicht das natürliche Bodenleben und schützt den Boden vor schneller Austrocknung. Zudem wirkt die Mulchschicht bei starken Regenfällen als Erosionsschutz und wirkt so Ausschwemmungen entgegen.

Allerdings wird beim Bewässern ein Teil des Wassers durch die Mulchschicht aufgenommen und ebenso auch ein Teil des ausgebrachten Düngers wird so „verbraucht“. Diese Tatsache ist bei den Aufwandmengen zu berücksichtigen.

Pflege der Pflanzen

In der Anwachsphase und der weiteren Entwicklung der Pflanzen sind Maßnahmen mit geeigneten Werkzeugen durchzuführen, die eine pflanzentypische Ausbildung des jeweiligen Habitus fördern und erhalten. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Entfernen von abgestorbenen und abgetrockneten Ästen und Zweigen
  • Entfernen von verwelkten Blüten bei Blütenpflanzen
  • Verwelkte Blüten bei öfter blühenden Rosen abschneiden
  • Pflanzenverankerungen ggf. nachrichten, ergänzen oder entfernen
  • Bei Bedarf Wuchs- und Kletterhilfen einbauen
  • Erziehungs- und Verjüngungsschnitt bei Bäumen und Gehölzen durchführen
  • Formgehölze fachgerecht beschneiden unter Beibehaltung des Habitus
  • Bei Verdacht auf Pflanzenkrankheiten, Schnittwerkzeuge desinfizieren
  • Obstbäume auf Feuerbrand kontrollieren, ggf. befallene Triebe entfernen und verbrennen
  • Kronensicherung ggf. mit Baumankersystemen
  • Heckenpflanzen zweimal pro Jahr fachgerecht schneiden, auf konischen Schnitt achten
  • Bodendecker und Stauden entsprechend der Jahreszeiten fachgerecht zurück schneiden
  • Zwiebeln und Knollengewächse nicht schneiden, sondern sich einziehen lassen
  • Auf Schädlinge und Pilzerkrankungen achten und fachgerecht bekämpfen
  • Bei Bedarf Winterschutzmaßnahmen durchführen

Für die jährlich nötigen Schnittarbeiten bei Bäumen, Gehölzen und Stauden bedarf es einer besonderen Qualifikation. Daher sind diese Arbeiten nur von Spezialisten durchzuführen.

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